Vladimír Godár – »Querela Pacis«

Der Link zum Sonntag:

Wie schön, dass man im Leben immer wieder neue Entdeckungen – und diese auch im »Alten« – machen kann. Bleibt man »aufgeschlossen«, so geschehen sie nicht nur dann und wann, sondern »alle Nase« – eben immer der eigenen – lang.

So habe ich vor einigen Wochen in meinen Beständen – solchermaßen im »Alten« – einen Komponisten wiederentdeckt, von dem ich zwar wusste, dass er dort – unter den »Modernen« – stand, der mir aber nicht wirklich im Bewusstsein war und dessen Kompositionen ich bis dahin auch noch nicht wirklich bewusst wahrgenommen hatte.

Wie immer, wenn ich für den musikalischen »Link zum Sonntag« im Internet nach einer Fundstelle dessen suche, was ich meinen CD-Beständen an dieser Stelle vorgefunden habe, bekomme ich an einem der möglichen Fundorte ja auch noch anderes Aufgefundenes angezeigt. Was natürlich – »Internetgängern« wird das bekannt vorkommen – reizt und verführt, dem »Link-Hopping« zu verfallen und möglichst allem nachzugehen, was einem da vorgestellt wird.

So kann man ja leicht und locker Stunden bis halbe Tage bzw. Nächte im Internet verbringen und sich immer tiefer in dessen »Netzen« verfangen – und zuweilen am Ende tatsächlich noch das Gefühl und die Gewissheit empfinden, solchermaßen die eigene Zeit nicht bloß sinnlos verschwendet zu haben.

Dafür, meine Zeit in die Spurensuche nach Vladimír Godár gesteckt zu haben, bin ich auch noch im Nachhinein – und war es nicht nur »mittendrin« – sehr dankbar, denn dadurch habe ich nicht nur einen sehr interessanten Komponisten entdeckt, sondern vor allem auch eines seiner Werke, das anzuhören mir wirklich innige Freude schenkt und in den letzten Wochen zu einem meiner ständigen Begleiter geworden ist.

Dieses Werk als CD hier her zu bekommen, dafür musste ich schließlich gar jemanden aus Godárs Heimatland Slowakische Republik (Slowakei) bemühen. Denn, wie derjenige, der die beiden Musik-Beispiele aus dieser CD bei YouTube eingestellt hat, dort schon vermerkte, ist diese CD andernorts nicht zu bekommen. Bei meinen Recherchen habe ich allerdings gesehen, dass sie von Tonträger-Geschäften in der Slowakei ganz selbstverständlich angeboten wird.

Da ich mir sowieso – bei einer bekannten Auktions-Plattform – über einen Anbieter aus der Slowakischen Republik drei CDs von Vladimír Godár bestellen wollte, fragte ich diesen kurzerhand, ob er mir nicht auch diese CD (mit Namen »Querela Pacis«) besorgen könne. Das hat er freundlicherweise getan, und so ist diese CD also tatsächlich zu mir gekommen. Und, wie schon erwähnt, in den letzten Wochen zu einem meiner ständigen Begleiter geworden.

Das Werk auf dieser CD, also »Querela Pacis«, möchte ich hier sogleich vorstellen und mit euch teilen – und somit noch ein weiteres Mal bei Vladimír Godár bleiben. Eines meiner Lieblingsstücke daraus ist jenes (»Lacrimosa«), das auch im Internet vorgestellt wurde und auf das ich hier gleich auch als erstes verweisen möchte. Auch das zweite im Internet vorgefundene Stück (»Recitativo«) aus diesem Werk werde ich euch nicht vorenthalten und somit ebenfalls zitieren:

Vladimír Godár – »Lacrimosa« (aus »Querela Pacis«)

Vladimír Godár – »Recitativo« (aus »Querela Pacis«)

Schau

Ich schaue das Wasser,
Ich schaue das Land,
Ich schaue die Lüfte –
Und schaue Dasselbe.

Ich schaue ins Hohe, ins Tiefe,
Ich schaue ins Nahe, ins Weite –
Und schaue in Liebe.

Ich schaue in mich –
Und ich verschwinde.

(Henning Sabo)

Black Meteoric Star – »Dreamcatcher«

Der Link zum Sonntag:

Eine etwas sehr »andere« Oster-Musik, ein Stück quasi psychedelischer elektronischer Tanz-Musik, die heute eben gerade dran ist, weil unter dem Namen »Black Meteoric Star« veröffentlicht und somit die nächste CD in meinem alphabetisch geordneten CD-Regal.

Hinter dieser Produktion gleichen Namens, die sechs lange (zwischen 6 und 19 Minuten) Trance-Music-Stücke enthält, verbirgt sich der/die 1974 geborene US-Amerikaner/in Gavin Rayna Russom, bei dem/der man wortspielend von »Trance« auf »Trans« überleiten könnte, denn als biologischer Mann geboren, hat sich dieser Transgender-Mensch immer deutlich als Frau gefühlt und schließlich 2017 zu (somit) ihrem Frau-Sein(-Wollen) und also als »Transfrau« bekannt.

Weitere Informationen finden sich auf ihrer Internetseite (in Englisch). Ich spiele von der CD das zweitlängste Stück, das vielleicht auch das »beweglichste« und variantenreichste ist:

Black Meteoric Star – »Dreamcatcher«