Franz Schubert – Sonate für Violine und Klavier A-Dur

Der Link zum Sonntag:

Weil ich es in dieser Woche, genauer gesagt am Mittwoch (16.10.), im Gewandhaus in Leipzig live mit Gidon Kremer und Martha Argerich gesehen und gehört habe, stelle ich dieses Stück von Franz Schubert heute hier vor, ebenfalls in einer Live-Aufnahme, allerdings mit etwas jüngeren Interpreten, Julia Fischer auf der Violine und Milana Chernyavska am Klavier:

Franz Schubert – Sonate für Violine und Klavier A-Dur (D 574)

Nicht bewegt

Die Sonne hat sich nicht bewegt,
Und doch ist erschienen das Dunkel,
Und doch ist erschienen das Licht.

Die Sonne hat sich nicht bewegt,
Und doch ist vergangen der Tag,
Und doch ist vergangen die Nacht.

Die Sonne hat sich nicht bewegt,
Und doch ist gewandert der Schatten,
Und doch ist gewandert die Zeit.

Die Sonne hat sich nicht bewegt,
Und doch hat geformt sich das All,
Und doch hat geformt sich die Welt.

(Henning Sabo)

Enthebung

Der Kastanie
       – Schnelles Fallen,
       Lautes Knallen –

Folgt ein Blatt
       – Ein stilles Schweben,
       Ein dem Fallen sich entheben –,

Bis es endlich sich am Boden
Wieder mit der Schwere eint.

(Henning Sabo)