Ladysmith Black Mambazo – Live

Der Link zum Sonntag:

Neben Johnny Clegg (mit seinen Gruppen »Juluka« und »Savuka«) sind Ladysmith Black Mambazo gewiss die bekanntesten musikalischen Vertreter Südafrikas. Ihre weltweite Berühmtheit geht wesentlich auf ihre Zusammenarbeit mit Paul Simon zurück, mit dem sie 1986 das Album »Graceland« herausbrachten. In ihrer Heimat Südafrika gehörte die rein männliche A-Capella-Gesangsgruppe allerdings bereits spätestens seit Anfang der 70er Jahre zu den erfolgreichsten Interpreten, nahezu alle ihrer zahlreichen veröffentlichen Alben erhielten Gold- oder Platinauszeichnungen.

Trotz dieser Bekanntheit ist kaum ein längeres Live-Konzert der Gruppe in einer technisch genügenden Qualität im Internet zu finden. So habe ich mich nach längerer Suche für diese kleine Live-Aufnahme mit drei Titeln im »Paste Studio« in New York entschieden. Leider ist auch bei dieser Aufnahme der legendäre Gründer der Gruppe, Joseph Shabalala, schon nicht mehr dabei.

Ladysmith Black Mambazo – Live

Fallender Schnee

Der Flocken weißer, stiller Fall
Erhellet die Gesichter – überall;
Er weckt Erinnerung in alten Seelen,
Die durch der Kinder Augen weithin strahlen,
An das, was friedlich, klar und gütig war,
Und doch verging, so Jahr um Jahr;
So wie auch wir vergehen – mit der Zeit,
Bis nichts mehr weist, dass es dereinst geschneit.

(Henning Sabo)

Im Vergessen

Es ist mir eingefallen:
Ich hatte ganz vergessen,
Das, was ich wollte, auch zu tun.

Als ich dann schließlich ging,
Es endlich nachzuholen,
Ist mir bewusst geworden:
In Wahrheit hatte ich
Ganz etwas anderes vergessen …

Ich hatte es bereits getan.

(Henning Sabo)

Woima Collective – »Tezeta«

Der Link zum Sonntag:

Woima Collective ist ein deutsches Afrobeat-Projekt um den Tenorsaxophonisten Johannes Schleiermacher. Wie es sich gehört, pendelt ihre vor allem von der Bläsersektion geprägte Musik zwischen (etwas mehr) Jazz und Funk, deutlich sind äthiopische Einflüsse zu hören. Bisher haben sie zwei Alben veröffentlich, das letzte allerdings schon 2014. Ich stelle hier ihr erstes, 2010 erschienenes Album »Tezeta« vor.

Im Internet lassen sich alle Titel von »Tezeta« nacheinander anhören:

Woima Collective – »Tezeta«

Zum Ausdruck Gebrachtes

Ein jeder Ausdruck findet einen Menschen,
Der tief durch ihn beeindruckt ist;
So hat ein Jedes seine Spur –
Ganz gleich, ob gut, ob schlecht.

Da gibt es nichts zu werten, nichts zu gleichen,
Geschichte ist niemals gerecht;
Es sucht sich heim Natur
Und bindet, was das ihre ist.

(Henning Sabo)