Joseph Schwantner – »Velocities«

Der Link zum Sonntag:

Heute stelle ich wieder mal einen modernen Komponisten vor, den 1943 in Chicago geborenen Joseph Schwantner, mit einer Komposition von 1990, »Velocities (Moto perpetuo)« (»Geschwindigkeiten«) für Marimaba solo. »Moto perpetuo« bedeutet dabei wohl, dass das Stück von Anfang bis Ende in gleichbleibenden, kleinen Notenwerten und schneller Bewegung ausgeführt werden soll.

Im Netz sind eine ganze Menge Live-Aufnahmen dieses Stücks zu hören und zu sehen, das inzwischen wohl zum Standardrepertoire für Marimba gehört. Wer mag, kann ja selbst ein bisschen forschen und die verschiedenen Interpretation mit einander vergleichen. Ich habe mich für diese hier von Doug Perry entschieden:

Joseph Schwantner – »Velocities«

Für und gegen

Ob ich für oder gegen bin,
So fragt man mich von allen Seiten und aus allen Richtungen.
Ich soll Positionen einnehmen und Stellungen beziehen,
Zu Themen und Diskussionen, zu Personen oder Gruppierungen.

Ich bin für den gesunden Menschenverstand,
Für ein respektvolles Menschenverstehen,
Für das Wahrnehmen des Eigenen wie des Anderen,
Und für den klugen und ruhigen Gebrauch all dessen.

Ich bin für den Verzicht auf Vorstellungen und Meinungen,
Für das Unterlassen von Unterstellungen und Verurteilungen,
Für die Niederlegung von Vereinnahmung und Ausgrenzung,
Und für die Nichtwiederaufnahme von Krieg und Schuldzuweisung.

Ich bin für die wache Intuition, für das wissende Gewissen,
Für das Vertrauen in die äußere Situation wie in die innere Führung,
Für das Wagnis von Öffnung, Hingabe und Mitteilung,
Und für den Mut und die Demut, für die Wahrheit in allem zu stehen.

Ich bin gegen jegliches Für oder Gegen,
Ganz gleich, aus welchen Motiven,
Ganz gleich, zu welchen Zwecken,
Ganz gleich, von welchen Menschen.

(Henning Sabo)

Neue Bräuche

Wir brachen keinen Unmut, sondern Mut,
Keine Angst, sondern Einsicht,
Keine Richtung, sondern Vertrauen,
Keine Ablenkung, sondern Erlösung.

Wir brauchen Menschen, nicht Meinungen,
Verbindungen, nicht Trennungen.

(Henning Sabo)

The Carnival Band – »Banjski Cocek«

Der Link zum Sonntag:

»The Carnival Band« ist eine englische Musikgruppe, die sich neben der Populärmusik des 16. und 17. Jahrhundert auch der traditionellen Folklore aus aller Welt, vor allem aus Osteuropa widmet, die sie auf ihre ganz spezielle Weise instrumentiert und interpretiert.

Ich habe ein Stück von ihrer 1999 erschienenen CD »Hoi Polloi« (im Griechischen »die Mehrheit« oder »die Menschen«, im Englischen eher im Sinne von »die Massen«, »der Pöbel«, »das Gesindel«) ausgewählt, »Banjski Cocek«, eine traditionelle Melodie aus Mazedonien, die sie mit etwas »Dub« versehen haben:

The Carnival Band – »Banjski Cocek«