Moondog – »Do your thing«

Der Link zum Sonntag:

Mal wieder Zeit, an den guten alten (1999 verstorbenen) Moondog zu erinnern. Einer jener seltsamen Käuze und Exzentriker, die abseits des herkömmlichen Musikbetriebes ganz ihr eigenes Ding machen, von vielen verkannt und nicht ernst genommen, bei ihren Komponisten- und Musiker-Kollegen oft hoch geschätzt.

Ich möchte hier zwei Aufnahmen vorstellen. Zuerst, von seiner 1978 erschienen Veröffentlichung »H’art Songs« das Lied »Do Your Thing«, sehr typisch für seine Art des Komponierens und Textens. Der gleichermaßen schlichte wie tiefgründige Text mag uns wohl in diesen Zeiten eine gute Grundlage geben.

Die zweite ist eine Audio-Aufnahme des letzten – wenige Wochen vor seinem Tod – Konzerts, bei dem er anwesend war (und nur sehr selten zu hören ist). Auf diesem spielt die 2020 verstorbene Pianistin Dominique Ponty Kompositionen von Moondog auf dem Klavier. Und es klingt – in der musikalischen Strenge an Bach, seiner kuriosen Hermetik an Satie erinnernd – wie eine stille, introvertierte Reminiszenz an all jene ihrer inneren Stimme und Bestimmung folgenden »Verrückten«.

Moondog – »Do your thing«

Moondog – Live-Konzert mit Dominique Ponty