Enrique Ugarte – »Concierto de Aranjuez«

Der Link zum Sonntag:

Heute möchte ich ein interessantes und vielseitiges musikalisches Multitalent vorstellen, den in Spanien geborenen, in Deutschland lebenden Akkordeonisten, Komponisten (für Film, Musical, Oper und sinfonische Musik), Orchesterarrangeur und Dirigenten Enrique Ugarte. Er ist u.a Mitglied des Giora Feidmann Trios, spielt gerne französische Musette (Neuve), aber auch mit Jazz-Musikern zusammen, dirigiert klassische Orchester usw. – und am liebsten macht er wohl alles gemeinsam.

Ich habe eine Live-Aufnahme ausgewählt, in der er eine Passage aus dem berühmten »Concierto de Aranjuez« von Joaquín Rodrigo spielt:

Enrique Ugarte – »Concierto de Aranjuez«

Im Schweigen

Ich, sagte das Sein,
Bin der tiefere Sinn;
Ich, sagte das Chaos,
Bin die höhere Ordnung.
Die Stille, die leere,
Wie immer, sie schwieg.

Ich, sagte die Liebe,
Bin die weiteste Weite;
Ich, sagte das Ergebene,
Bin der innigste Friede.
Die Stille, die leere,
Wie immer, sie schwieg.

Ich, sagte das Wahre,
Bin das einzige Wahre;
Ich, sagte das Eine,
Bin ein jedes Erscheinende.
Die Stille, die leere,
Wie immer, sie schwieg.

(Henning Sabo)

Nicht ein Wort

Taucht nichts auf –
Nicht einmal ein Wort.

Erscheinen ist wie nicht erscheinen,
Erschaffen ist wie nicht erschaffen;
Sein ist Sein ist Sein.

Geschehen ist wie nicht geschehen,
Gewahren ist wie nicht gewahren;
Sein ist Sein ist Sein.

Begreifen ist wie nicht begreifen,
Benennen ist wie nicht benennen;
Sein ist Sein ist Sein.

Taucht nichts auf –
Nicht einmal ein Wort;
Taucht nichts auf –
Einzig dies Gedicht.

(Henning Sabo)

Marc’Antonio Ingegneri – »Missa laudate pueri Dominum«

Der Link zum Sonntag:

Heute möchte ich einen sehr hörenswerten Komponisten vorstellen, der leider – und zu Unrecht – nicht sehr bekannt ist, Marc’Antonio Ingegneri (1535/35-1592), dessen Musik denen seiner berühmten Zeitgenossen in nichts nachsteht. Eine längere Live-Aufnahme habe ich im Netz nicht gefunden, deshalb hier seine »Missa laudate pueri Dominum« vom Tonträger:

Marc’Antonio Ingegneri – »Missa laudate pueri Dominum«