Der Zeiten los

Bist in der Zeit und von den Zeiten du gefangen,
Wird auch die Auszeit dir nicht die Erlösung bringen.

Doch bist du selbst ganz aus der Zeit,
Bleibst du von aller Zeit befreit.

So unterliegst du Werden nicht und nicht Vergehen,
Nicht eine Zeit vermag in dir zu überstehen.

(Henning Sabo)

Foxy Brown – »Oh Yeah«

Der Link zum Sonntag:

Vom Doppel-Kompilations-Album »Best of Black 2001«, das tatsächlich einer Reihe sehr guter in diesem Jahr veröffentlichter Titel enthält, habe ich hier das Stück »Oh Yeah« der New Yorker Rapperin Foxy Brown (bürgerlich: Inga Marchand) ausgewählt, für den sie ein Sample von Bob Marley verwendet hat. Wie immer bei Songs aus dem Rap- oder Hip-Hop-Bereich kann und mag ich nichts zu den (in der Regel sehr grenzwertigen) Texten (und oft auch Persönlichkeit der Interpreten) sagen, sondern will mich da ganz auf die wahrgenommene Qualität der Musik beschränken.

Foxy Brown – »Oh Yeah«

Fort und zurück

Immer wieder puste ich sie fort,
Die winzige Fluse –
Immer wieder schwebt zu mir zurück:
Die winzige Fliege …

Immer wieder puste ich sie fort,
Die winzige Fluse –
Immer wieder schwebt zu mir zurück:
Die winzige Fliege …

Immer wieder puste ich sie fort,
Die winzige Fluse –
Immer wieder schwebt zu mir zurück:
Die winzige Fliege …

(Henning Sabo)

Ganz inne

Wie ist jetzt auf einmal
Alles so stille,
Als hielte das Sein
In sich selbst nun ganz inne.

Auch das Blatt, in seinem Fallen,
Scheint ohne Bewegen,
Wie im stetigen Frieden,
Von Gewissheit getragen.

Wie ist jetzt auf einmal
Alles so stille,
Als hielte das Sein
In sich selbst nun ganz inne.

(Henning Sabo)

Mühen

Wir haben uns so große Mühe gegeben,
Alles gemäß unseren Vorstellungen
Auszustatten und anzulegen …

Und doch, nach nur wenigen Tagen,
In denen wir es nicht ununterbrochen pflegen,
Oder bloß nach Sekunden in heftigen Stürmen …

Ist es, als bliebe nichts über –
Weder von uns
Noch von all unsren Mühen …

(Henning Sabo)

Steve Reich – »Music for 18 Musicians«

Der Link zum Sonntag:

Heute eine meiner Lieblingskompositionen der musikalischen Moderne bzw. der »Minimal Music«, das 1976 in New York uraufgeführte Werk »Music for 18 Musicians« von Steve Reich. Über den Komponisten und sein bahnbrechendes und legendäres Stück braucht man wohl keine Worte mehr zu verlieren, da heißt es einfach nur hören und sich (ca. 55 Minuten lang) tragen und begeistern lassen.

Steve Reich – »Music for 18 Musicians«