Befinden

Von dort auszugehen,
Wo wir uns zu befinden glauben,
Um schließlich dorthin zu gelangen,
Wo wir zu sein erhoffen,
Wird uns von einer Irre
In die nächste führen.

Um endlich dort zu sein,
Wohin wir gegeben,
Würde es vollkommen genügen,
Absolut und augenblicklich
Jetzt und Hier ganz anzunehmen
Und uns in ihnen zu verlieren.

(Henning Sabo)

Letztlich

Wird nicht: Die neue Zeit.
Ist erstlich dieser Augenblick –
Und der ist immer Jetzt.

Wird nicht: Eine bessere Zeit.
Ist ewig dieser Augenblick –
Und der ist, was da ist.

Wird nicht: Die meine Zeit.
Ist einzig dieser Augenblick –
Und der trägt mein Gesicht.

(Henning Sabo)

Ensemble Aznach – »Zoura«

Der Link zum Sonntag:

Die musikalische Weltreise führt heute nach Tschetschenien, ein Land über das ich fast nichts weiß, und dessen Name traurigerweise wahrscheinlich noch am ehesten durch die nach ihm benannten Kriege bekannt ist. In seiner Musik spiegelt sich seine geographische Lage nieder, die Nähe zu seinem südlichen Nachbar Georgien ist deutlich hörbar – hier kommt also wunderbare Musik zum Klingen.

Ich möchte das Ensemble Aznach mit seiner CD »Zoura« vorstellen, ein reines Frauen-Ensemble, das aus den fünf Sängerinnen Manana Alkhanachvili, Magvala Margochvili, Nato Moutochvili, Rusudan Phareulidze und Darejani Margoshvili besteht, die sich selbst auf verschiedenen Perkussions-Instrumenten sowie Garmon (Knopf-Akkordeon), Chonguri (Laute) und Mandalina (kleine Balalaika) begleiten.

Ensemble Aznach – »Zoura«