Pietro Antonio Locatelli – Concerti Grossi, Op. 1

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Manches kann ich nicht erklären – und muss es auch nicht. Es ist einfach so und ganz gleich, welche Gründe ich dafür fände und wie plausibel sie mir erschienen, sie würden die Tatsache als solche dennoch nicht wirklich begründen.

Die spontane Sympathie zum Beispiel, die ich für jemanden empfinde. Dass ich mich an einem Ort ganz unmittelbar zuhause fühle. Oder dass mir etwas beim ersten Aufeinandertreffen total vertraut erscheint und wie schon immer bekannt.

So ist es mir mit der Musik von Pietro Antonio Locatelli (1695-1764) gegangen. Als ich sie zum ersten Mal hörte, da hörte ich sie wie eine gute alte Bekannte, so, als erfrischte sie nur wieder meine Erinnerung: »Ach ja, … wie schön!«

Das ist immer noch so, obwohl ich sie inzwischen natürlich schon des öfteren gehört habe. Sie kommt nicht von außen an mich heran, sie entspringt aus meinem Inneren. Sie erscheint mir immer ganz frisch und zugleich doch innigst vertraut. Es ist also eine besondere Beziehung, die ich zu dieser Musik habe, auch wenn ich nicht ausführen könnte, worin diese Besonderheit eigentlich besteht. Locatellis Kompositionen berühren mich auf ganz eigene Art, unabhängig davon, dass es gewiss einzelne Stücke anderer Komponisten gibt, die mich tiefer berühren und mir noch näher kommen – aber eben von außen.

Am vertrautesten ist mir dabei stets Locatellis bekanntestes Werk, das zu seiner Zeit seinen legendären Ruf als Violinen-Virtuosen begründete, das Opus 3, »L’Arte del Violino«, das ich hier sicher auch noch einmal vorstellen werde. Beginnen möchte ich heute aber mit seinem Opus 1, einer Reihe von 12 Concerti Grossi, die noch sehr in der Tradition von Corelli verfasst sind.

Pietro Antonio Locatelli – »Concerti Grossi, Op. 1« (Freiburger Barockorchester unter Thomas Hengelbrock)

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