Das Fehlen wie das Kriegen

Nimmt jedes an und alles wahr,
Und lächelt freundlich ihm entgegen.
Ist sich gewahr, dass es ganz still und klar,
Und unbewegt in jeglichem Bewegen.

Ist eins, ist heil, ist immer hier,
An nichts gebunden und von nichts geschieden;
Es kennt nicht Ich, nicht Du, noch Wir,
Es ruht in sich, ein stiller Frieden.

Nichts zu ihm him, nichts von ihm her;
Sein Sein ist schwereloses Wiegen;
Und ist von allem doch berührt so sehr,
Dass Lieben stimmt das Fehlen wie das Kriegen.

(Henning Sabo)

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