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Ich weiß nicht, ist es ein Traum?
Und ich bin mir nicht sicher, daraus erwacht zu sein.

Es gibt ein Gesetz, das ich erfüllen muss.
Da sind zwei Wesen, und ich muss mich entscheiden.
Dem einen das Leben zu lassen, dem einen das Leben zu nehmen.

Schaue ich den Einen, so kann ich nicht anders, als ihn lieben.
Mit Sympathie sehe ich seine Gemeinsamkeiten,
Mit Zärtlichkeit sehe ich seine Eigenheiten.
Ihm, da bin ich gewiss, werde ich sein Leben lassen.

Doch schaue ich den anderen Einen, so kann ich nicht anders, als ihn lieben.
Mit Sympathie sehe ich seine Gemeinsamkeiten,
Mit Zärtlichkeit sehe ich seine Eigenheiten.
Ihm, da bin ich gewiss, werde ich sein Leben lassen.

Da sind zwei Wesen, und ich muss mich entscheiden.
Dem einen das Leben zu lassen, dem einen das Leben zu nehmen.
Ich sehne, dass eine Gnade mich erlöst und dass das Dasein lächelnd uns durchfließt.
Dass ich enthoben bin und frei von dieser Last.
Aber es gibt ein Gesetz, das ich erfüllen muss.

Ich weiß nicht, ist es ein Traum?
Und ich bin mir nicht sicher, daraus erwacht zu sein.

(Henning Sabo)

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