Volker Pispers – »Bis neulich« (2014)

Der Link zum Sonntag:

Volker Pispers macht seit 30 Jahren Kabarett. Wie hält der gute Mann das aus? Über so lange Zeit die tatsächlichen Systeme und Systematiken dieser Republik zu analysieren und sichtbar zu machen, ohne an der Trägheit und Ignoranz seiner lieben Mitbürger zu verzweifeln. Denn die scheinen offenbar immun und resistent gegen alle Aufklärung zu sein und sich lieber – mit voller Überzeugung und vehementer Verteidigung – in die eigene Verdummung und Verelendung zu fügen, anstatt sich gemeinsam eine bessere und lebenswerte Existenz zu schaffen.

Durchaus verständlich also, dass Pispers in seinen Programmen zuweilen allzu sarkastisch wird und seinen liebgewordenen Feindbildern auf nicht gerade zimperliche Art huldigt. Dennoch sind seine Darbietungen ein ebenso verzweifeltes wie verzweifelt menschliches Plädoyer für eine Gemeinschaft der Solidarität und des Teilens, der Toleranz und des Mitgefühls.

Wie keinem anderen gelingt es ihm, politische, ökonomische und soziale Zusammenhänge aufzuzeigen und uns den Irrsinn und die eigentliche Unerträglichkeit unserer alltäglichen Realitäten wieder spürbar zu machen. Dies so klar und bewusst zu sehen und dennoch auszuhalten, ist vielleicht wirklich nur im Sinne des Kabaretts möglich.

Ich gebe hier keinen direkten Link zu seinem Programm »Bis neulich« von 2014 an, denn da sich diese Filmbeiträge der DVD-Aufzeichnung bedienen, werden sie regelmäßig wieder gelöscht. Mit eben solcher Regelmäßigkeit werden sie aber auch immer wieder ins Netz gestellt.

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