Unerzählte Geschichten 12

Die Geschichte eines alltäglichen Menschen,
der, mit einem schmalen Boot einen schmalen Fluss überquerend,
bemerkt, dass nicht nur das Ufer, von dem er sich abgestoßen hat,
sondern auch jenes, an dem er festzumachen plant,
sich umso weiter entfernt, je weiter er fährt,
sodass das Flüsschen ein breiter Fluss
und schließlich ein weites Strömen wird;
ein riesiger See, ein Meer, ein gigantischer Ozean,
ein Nichts aus Wasser und Wellen
mit rundherum unendlichen Horizonten –
und nirgends ein Ufer zu sehen
noch eines abzusehen.

(Henning Sabo)

Wie die vorigen – »Heute (Blog)« vom 24. bis 27. Januar, vom 7., 14., 21. und 28. September, vom 8. und 15. Oktober 2013 –, beruht auch diese »Unerzählte Geschichte« auf alten Aufzeichnungen (aus dem Jahr 1982), die ich gerade erst »wieder entdeckt« habe. Obwohl ich diese nahezu unverändert übernehmen konnte, habe ich mich entschlossen, diese Geschichten mit dem Datum ihrer jetzigen Wiederentdeckung und Ausformulierung zu versehen.

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