Regentag auf Regentag

Regentag auf Regentag,
Düstre Wolken allenthalben,
Farben, die ins Graue falben,
Nässe, die durch Glieder zieht.

Feuchte, wie ein kalter Schlag,
Tropfen, die zur Wand sich ballen,
Räume, die ins Leere fallen,
Nähe, die ins Ferne flieht.

Kaum, dass sich was regen mag,
Selbst der Geist scheint zu verschwimmen,
Alle Glut erlischt ins Glimmen,
Nichts wird Helle, nichts geschieht.

Bloß der Seele blüht Ertrag,
Ist der Schwere nicht zu Willen,
Streift sich silbern aus dem Stillen:
Licht, das Licht im Lichten sieht.

(Henning Sabo)

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