Pfeifen aus dem letzten Loch – live

Der Link zum Sonntag:

Letzte Woche habe ich hier ein Stück aus der bulgarischen Orthodoxen Liturgie vorgestellt, heute mal ein bisschen bulgarische Folkore, die ich sehr liebe. Dieses kleine (szenische) Spiel macht mir bei jedem Schauen immer wieder viel Spaß, es ist wunderbar »komponiert« und »gespielt« – und gibt gleichzeitig einen kleinen Einblick in die bulgarische Musik und ein paar ihrer Instrumente, wie Gaida und Kaval:

Bulgarische Live-Aufführung

Betrachtungen von unterwegs:

In der Wohnung, in der ich gerade logiere, stehen zwei Shampoos im Badezimmer. Auf dem einen ist zu lesen: »SCHWERELOSE PFLEGE« (in der Tat in Großbuchstaben, was den Worten zwar Gewicht, aber eben auch Schwere gibt), »Verleiht Fülle, ohne zu beschweren« auf dem anderen.

Nun frage ich mich ernsthaft, ob da bisher womöglich etwas meiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Lag es vielleicht am Gewicht meiner Kopfhaare, dass ich ab und zu mal meinen Kopf hängen ließ? Steckt letztlich Niedertracht in jeder Haartracht? Etwas, das mich beschwert und mich herunterzieht? Ist zu volles Haupthaar die Hauptursache dafür, sich schwer und überfüllt zu fühlen? Besteht am Ende gar ein Zusammenhang zwischen Haarvolumen und Depressionen? Ist die Fülle, die ich erfahre, nichts als eine Last, unter der ich leide? Versinnbildlicht durch die Fülle meiner Haare, die der Erdenschwere unterliegen und also permanent ihrer Anziehung folgen? Und könnte mich das rechte Shampoo endlich davon befreien und erlösen, seine Benutzung mich tatsächlich erleichtern? Wird es so meine Gedanken erheben und meinen Kopf zu den Wolken tragen? Ich hätte jetzt die Möglichkeit, es hier auszuprobieren. Nun, auf jeden Fall könnte ich das ja zu meinem Lebens-Motto machen: »Verleihe dir Fülle, ohne dich zu beschweren«.

Ein Gedanke zu “Pfeifen aus dem letzten Loch – live

  1. Gabi T. sagt:

    Du brauchst nicht meinen Kommentar,
    wenn das Bild ist doch so klar.
    Humor befreit von aller Schwere,
    Musik und Text gehen nicht ins Leere.
    Schwingen sich leicht ins Herz hinein,
    fließen lebendig – das ist fein!
    Ausnahmsweise: kein Kommentar!
    Mir gefällt’s – das ist wohl wahr.

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