Gänzlich

Was immer Zeit mir je geschenkt
Das wird sie endlich mir auch nehmen
Wie weit der Raum sich mir auch öffnet
Er wird sich schließlich ganz verschließen

Das, was ich bin
Ist ewig Augenblick
Mein Sein unendlich leer
Und in sich gänzlich unbewegt

(Henning Sabo)

X-Press 2 featuring James Yuill – »Time« (Riva Starr Remix)

Der Link zum Sonntag:

Da ich wenig Zeit hatte und heute noch – mindestens wohl eine Stunde 😉 – weniger habe, halte ich mich kurz und knapp und habe nur einen einzelnen Song mit Namen »Time« ausgewählt. Der passt nicht nur zur fehlenden Zeit, sondern auch zu dem, was mir besonders an ihm gefällt, diese Mischung aus einem modernen minimalistischen Beat und fast antiquiert schönen Gesangsparts, die eher aus früheren Zeiten, so aus den 70ern zu stammen scheinen. Und dann ist das Ganze auch noch gut »getimt«, will sagen, dass Riva Starr, der italienische DJ, von dem dieser Remix stammt, es in meinen Ohren gut verstanden hat, die kleinen Akzentuierungen genau an den richtigen Stellen zu setzen. Und das, in das er diese und sich »hin-eingemischt« hat, stammt von X-Press 2, der Gesang von James Yuill.

X-Press 2 featuring James Yuill – »Time« (Riva Starr Remix)

»Time in, Time out …«

Das, was Du bist

Das, was Du suchst, das findest Du nicht
Auf den Straßen und Märkten
Nicht an den Pisten und Stränden
Nicht in den Kirchen und nicht in den Klöstern

Das, was Du suchst, das findest Du nicht
An Meeresgründen noch auf Bergesgipfeln
Nicht in den vielgelesenen, nicht in geheimen Schriften
Nicht in Vergangenheiten und nicht in höheren Welten

Das, was Du suchst, das findest Du nicht
An anderen Orten oder in anderen Menschen
Nicht in deinem Fühlen, nicht in deinem Denken
Im Handeln nicht und nicht einmal im Herzen

Das, was Du suchst, das findest Du nicht
Denn das, was Du suchst, ist das, was es sucht
Das, was Du suchst, das findest Du nicht
Denn das, was Du suchst, ist das, was Du bist

(Henning Sabo)

Ein-zig

Was immer ist gekommen
Ist gegangen

Ist nichts geblieben –
Einzig das, das wahr

Es stiehlt, es schenkt
Doch ohne zuzufügen, ohne wegzunehmen
Es gibt, es nimmt
Doch ohne zuzunehmen, ohne abzugeben

Wie alles scheint und jedes schwindet
Und nur ich bleibe –
Ganz allein

Als dieses Nichts, als all dies alles
So haltlos:
Leere einzig, einzig Raum

(Henning Sabo)

Interessant, dass ich fast genau heute vor einem Jahr einen Text hier eingestellt habe, den ich dann ganz ähnlich »Ein Zig« betitelt habe.