Herbstende

Der Wind malt mit den Blättern
Ein flüchtiges Gedicht
Und zeichnet mit den losgelösten
Ein zeitloses Gesicht

Wie im Zerstieben
Der Stille Stete bunt sich zeigt!
Und im Verwirbeln
Der weite Raum sich in sich selbst verneigt!

Bin, ach, berührt berauscht
In all dem Rauschen und Verrauschen
Und doch auch glücksbeseelt
Zugleich zu gleichen mir im Nimmer-Gleichen

Der Wind malt mit den Blättern
Ein flüchtiges Gesicht
Und zeichnet mit den losgelösten
Ein zeitloses Gedicht

(Henning Sabo)

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