Erwin Schulhoff – »5 Stücke für Streichquartett«

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Heute möchte ich Erwin Schulhoff (1894-1942) vorstellen, einen deutsch-böhmischen Komponisten (und Pianisten), den es – wie ich selbst gerad beim Anhören seiner Musik mit Erstaunen und Freude merke – unbedingt wiederzuentdecken gilt.

Schulhoff hatte ein – oft unfreiwillig – bewegtes Leben, das man in seinen Brüchen und Wandlungen durchaus als ein symptomatisches für einen offenen und kreativen Künstler in dieser Zeit und in diesem Teil Europas ansehen kann. Als Komponist hat er immer wieder neue Anregungen aufgenommen und in sein Schaffen integriert, nach der »Machtergreifung« galt sein Werk als „entartet Kunst« und er wandte sich verstärkt dem Kommunismus zu. Kurz vor seiner Übersiedlung in die Sowjetunion wurde er inhaftiert und in ein Lager deportiert, wo er an Tuberkulose starb.

Ich habe mich für ein Werk aus dem Jahr 1923 entschieden, das mir bei jedem Anhören besser gefällt: »5 Stücke für Streichquartett«, hier in einer Live-Aufnahme mit dem Ruysdael Kwartet (2013 in Amsterdam).

Erwin Schulhoff – »5 Stücke für Streichquartett«

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