Wenn wieder mein unruhiges Herz
Den kaum gekannten Ort verlässt
Dann, ja dann immer noch weiß ich es
Dass jeder Abschied ein Ankommen ist

Wenn meine fliehenden Augen vom Baume den Stumpf nur noch finden
Das Rascheln der Blätter in meinen verborgenen Ohren erlöscht
Zehn Mal muss ich es sagen, muss es beschwören
Dass jeder Abschied ein Ankommen ist

Wenn das gleiche Treiben, Bruder, dich an ein Weiterziehen bindet
Fern nur noch ich fühle, dass du bei mir bist
Hundert Mal muss ich es rufen, klagen
Dass jeder Abschied ein Ankommen ist

Wenn der Tod, Geliebte, dich zurückholt, mich belässt
Wenn dein Atem nur noch in mir lebendig ist
Tausend Mal ich schreie, weine es
Dass jeder Abschied ein Ankommen ist

In diesen Zeiten, wenn Wissen nicht mehr Fühlen ist
Wie bitter bin ich diese Wahrheit
Die der Unendlichkeit des Glücks
Das Leid unendlich folgen lässt

(Henning Sabo)

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