Richtung

Ich wünscht’, ich könnte schreien,
Dann schriee ich die Welt zusammen,
Dass sie sich einte auf sich selbst
Und nicht mehr krönte, was sie quält.

Ich wünscht’, ich könnte schreien
Und mir den Menschen nicht verzeihen,
Dann riefe ich mir Brand und Flut
Zu Hilfe und zum Schluss – und säh’, es wäre gut!

Ich wünscht’, ich könnte schreien,
Und machte so den Menschen wachen, sehen,
Dass er sich nicht mehr schlafen legt
In all das Grauen, das er, unbewegt, bewegt.

Ich wünscht’, ich könnte schreien
Und ließe alle Menschen sich erkennen,
Dass sie in Liebe sich erschauen,
Statt in das Unglück sich verrennen.

Ich wünscht’, ich könnte schreien
Und meinen Un-Mut damit stillen,
Und Macht und Macher überzeugen,
Dass unsre Hand dem Herz zu Willen.

Ich wünscht’, ich könnte schreien
Und dann darinnen ruhig ruhen,
Weil ich ja wüsste, die es hören,
Die können’s richten – und sie werden’s tuen!

Ich wünscht’, ich könnte schreien.

(Henning Sabo)

Abgründe

Abgründe I

Die Vielen, die es nicht wagen,
Es nur deshalb nicht wagen,
Weil es nur Wenige wagen.

(Henning Sabo)

Abgründe II

Die Vielen, die es nicht wagen,
Es deshalb nicht wagen,
Weil es nicht viele wagen.

(Henning Sabo)

Link Wray – »Rumble«

Der Link zum Sonntag:

Von einer Doppel-CD betitelt »The Best Of Burlesque« spiele ich hier das Stück, das der eigentliche Grund war, mir diese – auch ansonsten sehr schöne Musik-Auswahl – zu besorgen. »Rumble« – was hier soviel wie »Aufruhr« oder »Schlägerei« bedeutet – von Link Wray, ein kurzes Instrumentalstück, das auch nach 60 Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat:

Link Wray – »Rumble«

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