Timbila ta Venancio Mbande (Xylophon-Musik aus Mosambik)

Der Link zum Sonntag:

Zu hören ist hier die Live-Aufnahme eines Konzerts am 4. Oktober 1992 im Haus der Kulturen in Berlin, das Ensemble »Timbila ta Venancio Mbande« unter seinem Leiter Venancio Mbande, traditionelle Musik aus Mosambik, genauer gesagt Xylophonmusik der Chopi.

Die Chopi gehören mit 250.000 Menschen zu einer der kleineren Volksgruppen Mosambiks. Ihre Musik für große Xylophon-Ensembles aber kann als eine der spektakulärsten und komplexesten künstlerischen Ausdrucksformen des afrikanischen Kontinents gelten.

Venancio Mbande (4.10.1933 – 25.6.2015) war einer der letzten authentischen Vertreter dieser Chopi-Tradition. Seine Kompositionen knüpften an die lange Geschichte der als »mgodo« bekannten Repräsentationsmusik für die Ältesten und Ratsmitglieder, die sogenannten »chiefs« der Chopi an. Ein mgodo, wie er auch auf der hier vorgestellten CD gespielt wird, umfasst mehrere Sätze und komplizierte Interaktionen in Tanz und Bewegung der Rasselspieler und Tänzer.

Im Zentrum des Ensembles befinden sich bis zu zwölf »timbila« genannte Xylophone. Dahinter stehen die großen Bass-Xylophone. Jedes Instrument wird von einem Musiker mit zwei Schlegeln gespielt. Hinzu kommen die Rasselspieler und die mit großen Schilden bewehrten Tänzer.

Es lohnt sich, sich etwas einzuhören in diese Musik, die mit der Zeit ihren ganz eigenen Charme und einen hypnotischen Sog entwickelt, am ehesten vielleicht im Titel 5 (»Chibhudhu«) zu entdecken.

Timbila ta Venancio Mbande (live 4.10.1992 in Berlin)

Eingeholt

Der Tod holt sich den Jäger,
Der sich den Tiger geholt hatte,
Der sich den Wolf geholt hatte,
Der sich den Fuchs geholt hatte,
Der sich den Frosch geholt hatte,
Der sich die Fliege geholt hatte,
Die sich den Nektar geholt hatte.

(Henning Sabo)
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