Keno Harriehausen Quartet

Der Link zum Sonntag:

Letztes Wochenende war ich in Mainz und hatte auch noch am Montag dort eine Verabredung. Dieselbe (sehr liebenswürdige) überraschte mich mit einer Einladung für ein Konzert, für das sie uns Karten reserviert hatte.

Dieses Konzert wurde gegeben von einem mir bis dahin – sowohl in der Gruppe wie als Einzelne – völlig unbekanntem Ensemble, dem »Keno Harriehausen Quartet«. Nun, die Überraschung war eine durchaus und durchweg positive, denn nicht nur die Zusammensetzung der Gruppe mit Keno Harriehausen (Klavier und Kompositionen), Karlis Auzins (Saxophon), Oda Mathilde (Cello) und Andris Meinig (Kontrabass) war äußerst ungewöhnlich, die Musik war es ebenso und dazu auch noch ungewöhnlich gut.

Schwer zu fassen, was das für Musik war und ist, etwas leichter vielleicht, zu beschreiben, wie ich diese Musik empfunden habe. Als irgendwie immer in sich ruhend und in ihrer Mitte verwurzelt, auch in ihren ekstatischen und ausufernden Momenten. Bei den meisten Stücken hätte ich mir gewünscht, dass sie von der Stille, in der sie ausklangen, noch einmal in ihre ebenso schöne Bewegtheit zurückgekehrt wären – aber das war im Grunde das Einzige, das mich an diesem Abend »dauerte«, ansonsten ist diese Gruppe eine echte Entdeckung und ihre Musik etwas wirklich wunderbar Einmaliges und Genießenswertes. Es war eine große Freude, sie live zu erleben, zumal alle Mitglieder dieses Quartetts heiteren Ernst und konzentrierte Hingabe ausstrahlten, dabei aber stets mit einer bescheidenen, fast schüchternen Unaufgedrängtheit agierten.

Noch habe ich keinen Live-Mitschnitt des Quartetts in der aktuellen Besetzung gefunden, lediglich ein etwa fünfminütiges Porträt.

Auf dieser Seite immerhin kann man ihre erste und wohl gerade eben erst erschienene CD in voller Länge hören. Ich empfehle, dieselbe ein paar Mal durchlaufen und die Musik auf sich wirken zu lassen:

Keno Harriehausen Quartet

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