Johann Christian Bach – »Sinfonia g-Moll op. 6 Nr. 6«

Der Link zum Sonntag:

Heute nun der vierte (und letzte) der komponierenden Bach-Söhne, Johann Christian Bach, auch als »Londoner Bach« (seltener: »Mailänder Bach«) bezeichnet. Mit ihm ist quasi schon der Schritt vom Barock zur »Wiener Klassik« vollzogen, und vor allem auf den jungen Wolfgang A. Mozart haben seine Kompositionen großen Einfluss gehabt. Ich bin kein Freund der Wiener Klassik und ihrer Repräsentanten, aber die Musik von Johann Christian Bach schätze ich sehr, für mich ist er musikalisch der eigenständigste und ausgereifteste der Bach-Söhne.

Hier ein Werk, das gewiss zu seinen schönsten gehört, in einer wunderbaren Interpretation (Live-Aufnahme aus dem Jahr 2017):

Johann Christian Bach – »Sinfonia g-Moll op. 6 Nr. 6«

Ist und ist

Dieses scheinbar Zufällige,
Ungewollte, Unerzeugte,
Dies Selbstverständliche,
Natürliche, Nicht-Angestrengte,
Das einfach ist
Und ist und ist,

Das nichts äußert
Als bloß sich selbst,
Als einzig diesen Augenblick,
Und uns erinnert,
In eben diesem Augenblick,
An nichts als uns selbst,
An dieses Ist
Und Ist und Ist.

(Henning Sabo)

Titulatur

Ein hohler Rand aus Gold und Glanz

Er konnte ja wählen und es selbst entscheiden.
Sie hätten ihm alle zur Verfügung gestanden:
Der König, die Königin, der Meister, die Meisterin.
Der Kopf, der Geist, das Bewusstsein, das Gehirn.
Das Herz, der Atem, der Puls, der Kern.
Die Bestimmung, die Vollendung, die Erlösung.
Das innere Wesen, das Gewissen, der Segen.

Hat er alles nicht haben wollen.
Er, der Mensch, wollte einzig und allein
Die Krone der Schöpfung sein.

(Henning Sabo)

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