Im Leeren

Manchmal wirkt es als Ordnung,
Manchmal wirkt es als Chaos;
Hier erscheint es als Leben,
Dort erscheint es als Tod.

Manchmal nutzt es die Formen,
Manchmal nutzt es die Lücke;
Dort erscheint es als böse,
Hier erscheint es als gut.

Was heute Ruine, war gestern noch Festung;
Was haftet am Wesen, bleibt von Verwesung bedroht.
In seiner Vielfalt bezeugt sich das Eine,
Als All es erscheint, im Leeren es ruht.

(Henning Sabo)

Heinrich Ignaz Franz von Biber – »Passacaglia«

Der Link zum Sonntag:

Die berühmte Passacaglia in g-moll (für Violine solo) von Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704) ist die sechzehnte und somit letzte aus dem Zyklus der sogenannten »Rosenkranz-Sonaten« (auch »Mysterien-Sonaten« genannt). Thematisch eigentlich nicht zum Rosenkranz gehörend, wird sie im allgemeinen »Der Schutzengel« bezeichnet. Sie ist eine der ersten Kompositionen überhaupt für Solo-Violine.

Im Internet habe ich einige Aufnahmen gefunden, hier zum Vergleich vier Live-Aufnahmen vier verschiedener Interpreten, zwei Frauen, zwei Männer – vielleicht findest Du ja darunter einen persönlichen Favoriten:

Heinrich Ignaz Franz von Biber – »Passacaglia« (Johnny Gandelsman)

Heinrich Ignaz Franz von Biber – »Passacaglia« (Rachel Podger)

Heinrich Ignaz Franz von Biber – »Passacaglia« (Elicia Silverstein)

Heinrich Ignaz Franz von Biber – »Passacaglia« (Dmitry Sinkovsky)

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